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München, 24. Februar 2026 – Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat entschieden, dass die Stadt München die Tempo 30 Schilder an der Landshuter Allee vorläufig wieder aufstellen muss. Auslöser sind Eilanträge von lediglich zwei Anwohnern, unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Für den Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. ist diese Entscheidung ein Beispiel für eine massive Unverhältnismäßigkeit, die hunderttausende Verkehrsteilnehmer betrifft.
Täglich nutzen rund 150.000 bis 200.000 Menschen den Mittleren Ring – Familien, Pendler, Handwerker, Lieferdienste. Dass eine der wichtigsten Verkehrsachsen Münchens aufgrund einer Klage von zwei Einzelpersonen erneut ausgebremst wird, sorgt für Unverständnis.
Der BayVGH stellt klar, dass die Stadt die Tempo 30 Regelung formal wiederherstellen muss, weil der Luftreinhalteplan noch nicht angepasst wurde. Inhaltlich sagt das Gericht jedoch ausdrücklich, dass die Stadt nicht dargelegt habe, warum der Beschluss des Verwaltungsgerichts „offensichtlich rechtswidrig“ sein sollte. Zudem seien die vom Verwaltungsgericht geäußerten Bedenken zur Prognose der Schadstoffentwicklung „nicht von der Hand zu weisen“. Mit anderen Worten: Es geht um Verwaltungsabläufe, nicht um tatsächliche Luftbelastung oder die tatsächliche Notwendigkeit von Tempo 30.
DUH jubelt – doch Fakten sprechen andere Sprache
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) feiert die Entscheidung als „Sieg für die Menschen in München“ und fordert eine sofortige Umsetzung. Doch diese Darstellung ignoriert zentrale Fakten: Die NO₂ Grenzwerte an der Landshuter Allee werden im Jahresmittel unterschritten. Der aktuelle Jahresmittelwert liegt bei 37,78 µg/m³ – also unter dem Grenzwert von 40 µg/m³. Die Prognose der Stadt München selbst zeigt für 2026 bei Tempo 50 einen Wert von 35 µg/m³. Damit ist klar: Die Luft ist sauber und zwar auch bei Tempo 50. Die Grundlage für Tempo 30 ist längst entfallen.
Zudem ist der Standort der Messstelle an der Landshuter Allee seit Jahren umstritten: Sie steht unmittelbar am Fahrbahnrand und misst damit Extremwerte, die nicht repräsentativ für die tatsächliche Belastung der Bevölkerung sind.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) liefert die wissenschaftliche Grundlage, die in der Debatte bislang ignoriert wird. In einer aktuellen Stellungnahme von Prof. Dr. sc. techn. Thomas Koch heißt es: „Das Verwaltungsgericht geht in seiner Bewertung offensichtlich von der irrigen Annahme aus, dass Fahrzeugemissionen mit niedrigerer Geschwindigkeit sinken. Das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.“ Bei Tempo 30 entstünden im Stadtverkehr mehr NOₓ‑Emissionen als bei 50 km/h, weil Motor und Abgasreinigung im ineffizienten Teillast‑ und Stop‑and‑go‑Betrieb schlechter arbeiten. Und weiter: „Günstig wirken sich generell ein flüssiger Verkehr und erhöhte Geschwindigkeiten (50 km/h im Vergleich mit 30 km/h) aus.“
Prof. Koch empfiehlt: „Im Sinne des Umwelt- und Anwohnerschutzes ist ein Tempolimit von 50km/h zielführend.“
Fehlende Verhältnismäßigkeit und viel zu viel Ideologie
Der Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. Dr. Michael Haberland, der wieder als Münchner Stadtrat kandidiert (Liste 1 CSU, Platz 23) und sich besonders für Tempo 50 am Mittleren Ring stark gemacht hat, erklärt: „Das ist schon ein starkes Stück. Hier stehen zwei Anwohner gegen hunderttausende Autofahrer, Familien, Pendler und Handwerker. Das hat mit Verhältnismäßigkeit nichts mehr zu tun. Die Luft ist sauber, die Grenzwerte werden eingehalten und die Wissenschaft bestätigt, dass Tempo 30 auf dem Mittleren Ring keinen entsprechenden Nutzen bringt.“
Mobil in Deutschland e.V. fordert daher eine zügige Anpassung des Luftreinhalteplans, damit Tempo 50 rechtssicher gilt und ein Ende des Schilder-Wechsels, der Bürger verunsichert und Steuergelder bindet. Denn verkehrspolitische Entscheidungen sollten auf Basis von Fakten getroffen werden, nicht auf Basis von Einzelklagen oder gar ideologischer Motive. „Der Mittlere Ring ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Münchens. Er muss flüssig funktionieren – für alle. Bis zu 200.000 Autofahrer täglich brauchen Verlässlichkeit, keinen Schilderzirkus.“, so Haberland.
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