Dem italienischen Vorbild folgen: Automobilclub fordert Spritpreisbremse zur sofortigen Entlastung
München, 20. März 2026 – Die Kraftstoffpreise verharren weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, Autofahrer und Unternehmen stehen unter erheblichem Druck. Während die deutsche Bundesregierung bislang vor allem regulatorisch eingreifen will, etwa durch nur noch einmalige Preiserhöhungen am Tag an Tankstellen und eine Verschärfung des Kartellrechts, hat Italien bereits konkrete Entlastungsmaßnahmen umgesetzt und die Abgaben auf Benzin und Diesel um rund 25 Cent pro Liter gesenkt. Der Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. bewertet die bisherigen Maßnahmen Deutschlands als nicht ausreichend, um kurzfristig spürbare Entlastung zu schaffen, und fordert daher in Anlehnung an das italienische Vorgehen die umgehende Einführung einer Spritpreisbremse sowie idealerweise eine Senkung oder zeitweise Aussetzung der Energie- oder CO₂-Steuer.
Die kürzlich von der deutschen Bundesregierung angekündigten Maßnahmen beschränken sich bislang auf strengere kartellrechtliche Vorgaben sowie neue Regeln für Preisänderungen an Tankstellen nach österreichischem Vorbild. Doch selbst Österreich geht inzwischen einen Schritt weiter und plant, die Mineralölsteuer auf Kraftstoffe vorübergehend zu senken. Auch die italienische Regierung hat inzwischen per Dekret eine spürbare Entlastung für Autofahrer auf den Weg gebracht. Im Zentrum steht eine Senkung der Abgaben auf Benzin und Diesel um rund 25 Cent pro Liter. Flankierend wurden zudem steuerliche Erleichterungen für die Transportbranche beschlossen, um die gestiegenen Betriebskosten abzufedern.
Angesichts der weiterhin extrem hohen Spritpreise in Deutschland fordert der Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. sofort wirksame Maßnahmen. „Die Politik diskutiert über Marktmechanismen und Transparenz, während Millionen Autofahrer täglich massiv belastet werden. Andere Länder wie Italien zeigen, wie es geht“, erklärt Dr. Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland e.V. „Was jetzt zählt, ist eine schnelle und direkte Entlastung – und die kann nur über den Preis erfolgen.“
Der Automobilclub fordert daher die Einführung einer Spritpreisbremse für Benzin und Diesel, um die Preise unmittelbar zu senken. Eine eigens dazu initiierte Petition „Spritpreisbremse 2026 für Benzin und Diesel“ hat bereits über 31.000 Unterschriften in nur wenigen Tagen verzeichnet. Ergänzend sollten aus Sicht des Clubs auch steuerliche Stellschrauben genutzt werden. Insbesondere eine Senkung der Energiesteuer oder eine Überprüfung der CO₂-Bepreisung könnten kurzfristig wirksam zur Entlastung beitragen.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich: Ohne entschlossenes politisches Eingreifen drohen weiter steigende Mobilitätskosten mit erheblichen Folgen für Pendler, Familien, Senioren und die gesamte Wirtschaft. Mobilität dürfe kein Luxus werden, sondern müsse für alle bezahlbar bleiben.
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