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Münchens einziger Flugatlas 2007
Die große Übersicht der Billigflieger.Download:
- Flugatlas hohe Auflösung (ca. 344 KB)
- Flugatlas niedrige Auflösung (ca. 160 KB)
- Preis- und Servicevergleich als PDF (ca. 140 KB)
Ob Supermarkt, Mode-Discount oder Elektrohandel – jeder ist auf Schnäppchenjagd. Und das gilt mittlerweile insbesondere auch für Flüge: Die Bayern fliegen auf Geiz!
Zu diesem Thema sagt Michael Kerkloh, Vorsitzender der Flughafen GmbH München: „Der Anteil der Niedrigpreisgesellschaften liegt in München mittlerweile über 15 %. Wir sind also durchaus ein wichtiger Standort für „Niedrigpreisverkehr“. Nach Köln sind wir hier die Nummer 2 in Deutschland.“
Doch nicht nur im Billigflug-Sektor hat München eine Silbermedaille erkoren: Weil München neben den „Jungen Wilden” auch weiterhin bedeutende Drehscheibe für die Lufthansa, die gesamten Star Alliance und viele andere internationale Gesellschaften bleibt, hat sich der FJS-Flughafen neben Frankfurt als zweiter bedeutender deutscher Standort auf der Weltkarte des internationalen Luftverkehrs etabliert. Der Münchner Flughafen konnte 2006 um 3% auf 411.000 Starts und Landungen bzw. auf knapp 31 Mio. Passagieren und einem Wachstum von 8% zulegen und kam damit wieder näher an die Nummer eins Frankfurt mit 52,8 Mio Passagieren an. Er ist im Europäischen Vergleich mittlerweile die Nummer 7 (2004 Nr.8) und im weltweiten Vergleich die Nummer 30 (2004 Nr. 33). Innereuropäisch sind nur noch London Heathrow, Paris CDG, Frankfurt, Amsterdam, Madrid und London Gatwick vor München.
Michael O’Leary, Chef von Ryanair, etwa hat den Münchner Flughafen einmal beschimpft mit: „Der ist ein lächerlich teurer Flughafen. Von Politikern entworfen, um den Kunden auszunehmen. Das Beste wäre ihn zu sprengen und eine Nummer kleiner wieder aufzubauen.” Kerkloh hält dagegen: „Es gibt auch für viele Niedrigpreis-Gesellschaften in München die Möglichkeit, viel Geld zu sparen, indem sie etwa entsprechend abgespeckte Leistungspakete bei der Passagier- und Flugzeugabfertigung einkaufen.“ Und das geschieht auch.
Und die Rechnung in München geht auf: Tagtäglich werden immer mehr Ziele ab München mit Billigfliegern bedient. Derzeit gibt es 9 Billigairlines, die Passagiere in 60 Ziele in Europa befördern: Air Berlin, Air Lingus, Click Air, Condor, Easy Jet, Germanwings, Intersky, Norwegian und TUIfly.
Hört sich für König Kunde an, als ob in München das Reiseparadies ausgebrochen wäre. Ist das so? Was steckt tatsächlich hinter den Billigfluganbieter, die von München aus starten? Wo sind ihre geheimen Macken, wo ihre Stärken? Mobil in München hat den Vergleich gewagt (siehe den großen Airline Vergleich von Mobil in München) und einen bzw. einige Sieger gefunden:
Folgende Bewertungskategorien haben den bzw. die Sieger ausgemacht:
Flugziele:
Tuifly sowie Air Berlin mit je 28 Zielen führen die Liste an (das gibt die Höchstepunktzahl 5), dicht gefolgt von Condor mit 22 Stück (4 Punkte). Da Germanwings zwar nur vier deutsche Städte anfliegt, jedoch diese so häufig, dass Germanwings auf 100 Starts pro Woche ab München kommt, haben wir diese Airline in der Kategorie Flugziele ebenfalls mit 4 Punkten beglückt. Die anderen Billigflieger starten seltener, erreichen daher gestaffelt eine geringere Punktezahl.
Preis:
Die absoluten Spitzenführer in Sachen Preis sind Tuifly und Germanwings. Wer dort früh bucht, kann zu Mini-Preisen ab in den Urlaub. Bei Tuifly kostet der Flug 12 Wochen im Voraus ganze „Null!“ Euro.
Misstrauisch machte uns bei Germanwings nur die Tatsache, dass die Steuern auch bei gleich bleibendem Zielort variieren. Wird da auf Kosten der Fluggäste am Preis getrickst?
Während Germanwings auch bei kurzfristigen Buchungen günstig bleibt, schießen Tuifly und Air Berlin preismäßig in die Höhe, wenn man spontan einen Flug braucht. Intersky bekommt in Sachen „Preis“ den letzten Platz. Hier rechtfertigt sich die Bezeichnung „Billigflieger“ nicht. Denn Intersky ist nie wirklich ein Schnäppchen.
Bei der Kategorie „Preis“ hat uns auch interessiert, ob die Airline verschiedene Tarife anbietet. Also mehr Service für mehr Geld, etwa in Sachen Umbuchung und Stornierung. Mit einer Tarifvielfalt kommen die Airlines vor allem Geschäftsleuten entgegen. Das zeigt: Dieser Billigflieger ist nicht nur ein Ferienflieger. Extrapunkte gab’s beim Thema Kindertarif für Air Berlin und Clickair. Hier fliegen Babies kostenlos. Überhaupt keine Kinderermäßigung ab 2 Jahre bekommt man bei Airlingus, Clickair, Easyjet und Tuifly. Das gab einen dicken Punkteabzug.
Extra-Gebühren:
Hier wurde summiert, welche Extrakosten für Umbuchung, Namensänderung, Stornierung sowie Callcenter- und Kreditkartengebühren zusätzlich zum Ticketpreis erhoben werden. Am teuersten ist die Umbuchung bei Clickair und Condor, am billigsten bei Norwegian. Negativ ins Gewicht fiel bei Clickair, Easy Jet, Germanwings sowie Intersky, dass eine Stornierung gar nicht möglich ist. Eine nervige Sache, die den Ticketverfall bedeutet, wenn man einen Flug kurzfristig nicht antreten kann. Wichtig in der Kategorie „Extra-Gebühren“ ist für Billig-Airline-Kunden auch die Frage, wie viel kostet Übergepäck? Erfahrungswerte haben uns hier gezeigt, dass schon bei wenigen Kilo Übergepäck der Schnäppchenflug auf einen Schlag teurer als Linie wurde. Peinlich für Easy Jet, dass es dort kein Freigepäck gibt. Pro Stück und Strecke werden 3 Euro berechnet.
Service :
Zu einem gutem Service zählt kostenfreies Essen, vielseitiges Unterhaltungsangebot an Bord sowie die Möglichkeit eine Sitzplatzreservierung vorzunehmen. Lobenswert: Air Berlin und Condor bieten an Bord kostenfrei Essen und eine große Auswahl an Magazinen. Wie jung und trendy Air Berlin ist, zeigt auch die Tatsache, dass bei längeren Flügen ein Menü aus dem Sylt-Lokal Sansibar geschlemmt werden kann. Toll! Tuifly serviert wenigstens auf internationalen Flügen Snacks umsonst. In Sachen Sitzplatzreservierung haben wir festgehalten: Kostenlos vorab kann man seinen Sitzplatz bei Air Berlin, AerLingus und Clickair reservieren. Die komplett freie Sitzplatzwahl bei Germanwings nach dem Einsteigen belohnt frühes einchecken. Zusammenfassend ist Air Berlin in Sachen „Service“ unser Spitzenreiter.
Internet:
Hier gefällt uns am besten die Seite von Germanwings. Sie ist schnell, klar und leicht zu bedienen. Übersichtlich und informativ sind auch die von Condor und Tuifly. Toll bei Condor ist auch die Schlagwortsuche. Bei den kleineren Airlines wie Norwegian oder Clickair ist die jeweilige Landessprache vorwiegend vertreten, was die Orientierung erschwert. Lediglich auf den Buchungsseiten gibt es Übersetzungen. Fies bei Easyjet empfanden wir, dass bei einer Buchungsanfrage automatisch Zusatzoptionen wie Reiserücktrittsversicherung, Sperrgepäck, Sitzplatzreservierung, Umweltspende (ja, bei Easyjet ist alles käuflich!) dazugebucht werden. Will man diese nicht haben, muss man sie wegklicken.
Bonusprogram:
Klasse ist, dass Condor-Gäste mit ihrem Flug Lufthansa Miles&More sammeln können. Eine hohe Punktzahl kassierte hier auch Air Berlin, da deren Bonus-Programm an das von Niki und LTU gekoppelt ist. Toll auch das Germanwings-Bonusprogramm. Nach dem Motto „8x fliegen, 1x kriegen“ kommt man hier ganz schnell an kostenfreie Flüge.
Der Sieger des Flugatlas 2007 heißt: Germanwings. Den zweiten Platz teilen sich Tuifly und Air Berlin. Auf Platz drei folgt Condor. Herzlichen Glückwunsch! Danach wird die Lüft ein wenig dünner, d.h. es gibt dann einen ordentlichen Abstand zu den Gewinner-Arilines.
Für wen eignen sich Billigflieger?
Vor allem für Frühbucher und Extrem-Flexible. Für Leute, die kurze Strecken fliegen wollen. Und für die, die Mogelpackungen durchschauen. Denn meist werden nur zehn Prozent (diese Zahl konnten Verbraucherschützer erwirken) aller Sitzplätze zum Schnäppchenpreis vergeben. Billigflug-Bucher sollten also genug Geduld und Zeit aufbringen, um ausführlich im Internet nach dem besten Angebot zu suchen.
Warum sind Billigflieger so billig?
Das Geheimnis ist der Verzicht. Doch: Billigflieger verzichten nicht auf die Sicherheit. Gespart wird auch nicht am Marketing. Das betreiben Billigflieger äußerst aggressiv. Dafür gibt’s eine ganze Reihe anderer Einsparungen: An Bord eingeschränkter oder kostenpflichtiger Bord-Service (d.h. Essen nur gegen Aufpreis) und weniger Beinfreiheit, bei der Buchung oft keine Sitzreservierung, sondern freie Platzwahl. Außerdem sparen sich Billigflieger oft eigene Warteräume am Flughafen.
Gespart wird auch an den Betriebskosten: Die Mitarbeiter arbeiten oft zum weitaus niedrigeren Lohn-Niveau als bei anderen Airlines. Kosten für Wartung und Cockpit-Training sind geringer, da nur mit einem Flugzeugtyp geflogen wird. Beim Parken werden Außenpositionen am Flughafen gebucht und auf verkürzte Bodenzeiten geachtet (möglich durch kürzere Reinigungszeiten, die Belieferung mit Luftfracht entfällt. Verringerter Wasser-Nachschub wird benötigt: Denn wer kein Getränk bekommt, muss auch nicht so oft zur Toilette). Im Vertrieb spart man an Personal, da die meisten Buchungen (oft fast 100%) über’s Internet erfolgen.
Also mit ein paar Einschränkungen kann man sagen, dass sich Billigflüge wirklich lohnen. Mann sollte nur ein wenig früher buchen und sich einfach ein wenig umsehen. Aber dafür gibt es jetzt den Flugatlas und den Airline-Vergleich – hier bei Mobil in München und als download kostenlos für alle fliegenden Münchner.
Presseecho:
Lesen Sie zu diesem Thema die Reaktionen der Presse.
| Artikel | Datum | Quelle |
|---|---|---|
| Flugatlas München 2007 | 10.11.2007 |
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| Flugatlas München 2007 | 10.11.2007 |
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| Flugatlas München 2007 | 10.11.2007 |
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| Flugatlas München 2007 | 10.11.2007 |
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von Johnie, 2011-09-12 05:21:27
AFAICT you've cveoerd all the bases with this answer!
von mzlouiu, 2011-03-10 17:32:16
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