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Deutschland, Dienstag, August 11, 2009 - 10:00
Regierende Politiker zum Tempolimit 130
Exklusivinterviews zum Thema Tempolimit 130 mit Wirtschaftsminister zu Guttenberg, Ministerpräsident Seehofer und FDP Chef Westerwelle.
Spätestens 2010 ist mit einer Einführung eines Tempolimits in Deutschland durch die EU zu rechnen. Das haben vor einiger Zeit schon verschiedene Verkehrsclubs und Umweltclubs in Deutschland prognostiziert. Auch die SPD Parteibasis hat im Oktober 2007 auf einem Bundesparteitag für eine Umsetzung eines Tempolimits votiert. Der Vorsitzende der Linken Oskar Lafontaine unterstütze diese Entscheidung sofort. Im Mai dieses Jahres haben auch die Grünen das Thema wieder aufgegriffen. Die Bundestagsfraktion wollte einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verkehrsicherheit bringen und forderte „Tempolimit jetzt“.
Mobil in Deutschland e.V. startet als erster Verkehrsverein in Deutschland eine große Initiative gegen ein gefordertes Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen und ist sich aber mit Verkehrsexperten und der regierenden Politik einig: Ein Tempolimit schadet der Mobilität der Autofahrer und der deutschen Autoindustrie und hat keinen Nutzen. Das finden auch führende Politiker der Republik und lehnen derartige Forderungen nach einem Tempolimit klar ab. In exklusiven und aktuellen Interviews mit Mobil in Deutschland e.V. sprechen Wirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Ministerpräsident Horst Seehofer und FDP Chef Dr. Guido Westerwelle Klartext:
Wirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg:
„Mittlerweile ist es doch ohnehin so, dass die Möglichkeiten schneller als 130
km/h zu fahren ausgesprochen beschränkt sind. Darüber hinausgehende Forderungen
nach einem generellen Tempolimit müssen sich am Maßstab der Verkehrssicherheit
und Umweltverträglichkeit und nicht lediglich an Behauptungen messen lassen.“
Ministerpräsident Horst Seehofer: „Die
Forderung nach einem generellen Tempolimit auf Autobahnen wird immer einmal
vorgebracht. Die Argumente dafür überzeugen nicht. Eine generelle Festlegung
der Höchstgeschwindigkeit auf unseren Autobahnen wird von uns daher abgelehnt.
Die Autobahnen in Deutschland sind, gerade auch im Vergleich mit Ländern, die
ein allgemeines Tempolimit eingeführt haben, sehr sicher. Die bestehenden
Möglichkeiten, das Geschwindigkeitsverhalten dort zu beeinflussen, haben sich bewährt. Unsere Autobahnen sind für
den schnellen, weiträumigen Verkehr ausgebaut und haben eine herausragende
Transport- und Bündelungsfunktion. Dies entlastet auch das nachgeordnete
Straßennetz. An Stelle eines generellen Tempolimits setzt Bayern verstärkt auf
eine intelligente Verkehrssteuerung. Dieser Weg hat in den letzten Jahren viel
gebracht und den werden wir konsequent fortsetzen, um Mobilität,
Verkehrssicherheit und Umweltschutz vernünftig in Einklang zu bringen.“
FDP Chef Dr. Guido Westerwelle: „Nichts“ auf die
Frage, was er von einem generellen Tempolimit auf deutschen Autobahnen hält.
Deutlicher kann man das wohl nicht ausdrücken.
Mobil in Deutschland e.V. greift diese Inhalte auf und geht noch einen Schritt weiter. Wir lassen alle interessierten Autofahrer zu Wort kommen und für ihre Meinung abstimmen: Jeder kann teilnehmen und sich eintragen und gegen ein Tempolimit 130 abstimmen: 130? Danke, nein!
Denn den Befürwortern eines Tempolimit sind viele Mittel recht. Hier wird mit vielen falschen Argumenten gearbeitet und Fakten gerne verschleiert. Mobil in Deutschland e. V. möchte daher ein wenig Transparenz in den Argumentedschungel bringen. Hier einige Argumente, warum ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen ein falsches Signal ist und der Mobilität und der Industrie schadet:
1. Ein Tempolimit 130 ist vollkommen klimaneutral und damit ökologisch wertlos:
Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen würde keinen Beitrag zum Klimaschutz bringen. Das Umweltbundesamt schätzt die CO2-Einsparung bei einem 120 km/h- Limit auf lediglich 2 % der CO2-Emissionen des Straßenverkehrs, das heißt auf 0,3 % der deutschen CO2-Emissionen insgesamt. Bei einem Tempolimit von 130 km/h dürfte von einem reinen „Null-Effekt“ auszugehen sein.
2. Effekt für die Luftqualität kaum spürbar
3. "Null-Effekt" für die Geräuschbildung
4. Autobahnen sind die sichersten Straßen
Die Autobahnen sind die mit Abstand sichersten Straßen, da sie keinen Gegenverkehr und keinen Querverkehr aufweisen. Folglich kann man dort auch ohne Sicherheitsrisiko höhere Geschwindigkeiten fahren.
5. Deutschlands Autobahnen international Spitze
Deutschlands Autobahnen sind sichere Autobahnen. Sie zählen zu den sichersten in Europa und sind meist sogar sicherer als die mit einem generellen Tempolimit belegten Autobahnen im Ausland.
6. Kein höheres Risiko auf Autobahnstrecken ohne Tempolimit
Rund ein Drittel aller in Deutschland polizeilich registrierten Unfälle auf Autobahnen außerhalb von Baustellen ereignen sich auf Streckenabschnitten mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Dieser Anteil entspricht dem Anteil aller Streckenabschnitte mit Geschwindigkeitsbegrenzung. Eine erhöhte Unfallgefahr auf Streckenabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung ist damit nicht nachweisbar.
7. Autobahnen haben längst ein Tempolimit
Die Argumentation, dass es „freie Fahrt für freie Bürger“ in Deutschland geben soll ist falsch. Fakt ist, dass es nur noch auf 1% der Straßen in Deutschland kein Tempolimit gibt. Wenn man in Deutschland alle Straßenkilometer addiert, dann gibt es genau 2% Autobahnstraßen in Deutschland. Davon hat bereits die Hälfte ein permanentes oder temporäres Limit.
8. Konzept der Richtgeschwindigkeit fördert Entwicklung von Sicherheitstechnologie
Deutschland hat eine Richtgeschwindigkeit und verzichtet somit auf ein generelles Tempolimit. Und dieses Konzept funktioniert und hat sich bewährt. Es wirkt zudem als Innovationsmotor, denn es generiert eine Nachfrage nach Fahrzeugen, mit denen sich auch höhere Geschwindigkeiten sicher und komfortabel fahren lassen. Dies wiederum ist Anreiz für die Automobilindustrie, den Kunden entsprechende Angebote zu bieten.
9. Richtgeschwindigkeit findet größere Akzeptanz als Tempolimit
10. Ein deutsches Premium-Siegel für deutsche Arbeitsplätze: "Autobahn-tested"
In Deutschland hängt im Schnitt jeder siebte Arbeitsplatz mit der Automobilindustrie zusammen. Das Siegel des ‚Autobahn-tested’ ist ein wichtiges Element in der Wahrnehmung deutscher Marken auch in anderen Ländern. Es trägt so in nicht unbeträchtlichem Maße zum Glanz von ‚Made in Germany‘ bei und stärkt damit die deutschen Exporterfolge.
Unsere 10 Argumente in umfangreicher Form und mit Bildern finden Sie jederzeit zum Download: 10 Argumente gegen das Tempolimit 130
Mobil in Deutschland e.V. hat als erster Verkehrsverein in Deutschland eine große Initiative gegen ein gefordertes Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen gestartet. 3600 Einträge sind es bereits, 100.000 wollen wir vorerst sammeln. Wenn wir diese 100.000 Stimmen gesammelt haben, werden wir die Liste an Bundeskanzlerin Merkel und Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg übergeben. Idealerweise natürlich persönlich.
Quelle: Mobil in Deutschland
Presseecho:
Lesen Sie zu diesem Thema die Reaktionen der Presse.
| Artikel | Datum | Quelle |
|---|---|---|
| Tempolimit 130 | 10.04.2008 |
|
| Tempolimit 130 - Radio Mitschnitt | 4.04.2008 |
|
| Kein Tempolimit 130 | 3.04.2008 |
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