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Montag, Januar 16, 2012 - 16:40
"Geschwindigkeitsmessungen, die nicht der Sicherheit dienen, sind nicht zulässig“
Mobil in Deutschland wehrt sich gegen den Blitzerwahnsinn in Deutschland
Der Blitzerwahnsinn in
Deutschland raubt den Autofahrern den letzten Nerv. Vor allem, weil es bei den
Radarkontrollen dabei fast nie um die Sicherheit, sondern meistens um Abzocke
geht.
Davon jedenfalls sind 92,4% der
Befragten der großen Verkehrsumfrage 2011 von Mobil in Deutschland überzeugt.
Während 71% Radarkontrollen akzeptieren, die der Sicherheit dienen, fordern 85%
der Befragten, dass man Radarkontrollen, die nur der Sanierung des kommunalen
Haushalts dienen, endlich unterbinden sollte.
Einer, der vehement gegen den
Blitzerwahnsinn in Deutschland kämpft, ist der Münchner Rechtsanwalt Volker
Pampuch. „Geschwindigkeitsmessungen durch Ordnungsbehörden aus wirtschaftlichen
Gründen sind unzulässig, weil es keine Rechtsgrundlagen gibt. Es gibt keine
Gesetze – weder von der Polizei, noch von Ordnungsbehörden oder aus dem
Straßenverkehr, auch nicht vom Bund, der Länder oder den Kommunen, die eine
Verkehrsüberwachung unter fiskalischen Gesichtspunkten abdecken.“ Und was sagt
das Bundesverfassungsgericht dazu? „Es hat dazu bisher keine Stellung genommen.
Es hat lediglich festgestellt, dass zulässige Geschwindigkeitsmessungen
(abschließend gesetzlich geregelt bei Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs
sowie zur Gefahrenabwehr) rechtlich abgesichert sind. Alle anderen Messungen,
die dem widersprechen, sind unzulässig und ermessensfehlerhaft.“ Hinzu kommt: „In
gerichtlichen Bußgeldverfahren ist es unmöglich, die Frage zu klären, aus welchem
Grund Bildaufnahmen zur Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten angefertigt
wurden, ob es um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, einer
Gefahrenabwehr oder fiskalischen Interessen geht.“
Deshalb fordert Volker Pampuch
zusammen mit Mobil in Deutschland: „Der Bürger hat das Recht auf transparente
Überprüfungen des Ermessensgebrauchs der Behörden. Dazu zählt die Verpflichtung
der Behörden, nachvollziehbare Gründe für die Anordnungen der Radarmessungen
anzugeben.“
Fakt ist: Die Kommunen sahnen kräftig ab. Und das mithilfe immer vollkommeneren und unauffälligeren Verkehrsüberwachungsmethoden. Da wären etwa Radarsäulen, die wie Lichtmasten aussehen, Infrarot-Blitzer, sog. Geisterblitzer, die nicht mehr blitzen, oder PoliScan speed, eine digitale Laufzeitmessung, die per scannenden Laser die Geschwindigkeiten und Positionen aller Fahrzeuge im Messfeld ermittelt. All diese modernsten, technischen Einrichtungen machen es möglich, dass immer mehr Autofahrer unbemerkt in die Falle tappen und jedes Jahr schätzungsweise rund 100 Millionen Euro zusätzlich in die Kassen fließen. Das ist nichts anderes als eine verdeckte unzulässige „Steuer“. Mobil in Deutschland fordert: Schluss mit dem „Blitzerland“ Deutschland. Unsere Straßen brauchen mehr Sicherheit, aber weniger Abzocke! ....Und der Sohn unterm Weihnachtsbaum ein tolles Paket und einen gut gelaunten Vater.
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