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Analoge Tachos, Tankanzeiger und Drehzahlmesser haben bald ausgedient
Sonntag, Mai 24, 2009 - 17:34
Nvidia-Chip ermöglicht 3D-Armaturenbrett
Nvidia hat in Zusammenarbeit mit Iconmobile http://www.iconmobile-group.com ein Development-Kit bestehend aus Chip und Screen sowie einer Software namens UI Composer für den Automobilbereich entwickelt. Auf Basis eines speziellen Grafikprozessors können damit dreidimensionale Darstellungen von Anzeigeinstrumenten in Echtzeit berechnet werden. "In drei bis vier Jahren werden die ersten Fahrzeuge damit ausgestattet sein", sagt Florian Gulden, Managing Director der Iconmobile-Sparte icon incar, gegenüber pressetext.
Die Ära von analogen Tankanzeigen und Kontroll-Leuchten scheint
endgültig vorbei zu sein: Diese neuartige 3D-Cluster-Technologie von
Nvidia gibt Autobauern jetzt die Möglichkeit zum dreidimensionalen
Armaturendesign. Anzuzeigende Information kann so je nach Bedarf im
Vorder- oder Hintergrund angeordnet werden. "Entscheidend ist die
Möglichkeit, Informationen bedarfsgerecht anzeigen zu können. Ich
brauche einen Drehzahlmesser, wenn ich sportlich fahre, nicht aber,
wenn ich gemütlich durch die Landschaft fahren möchte", meint Gulden.
Der Vorteil dieser Technologie liegt in erster Linie in der
Performance der Darstellung, aber auch im Speicherbedarf der
Recheneinheit. Autobauer werden Produktionskosten einsparen, da je nach
Fahrzeugtyp verschiedenartige Anzeigedesigns und -Konfigurationen auf
Basis derselben Hardware-Plattform entwickelt werden können. Auch fällt
der Weltmarktpreis von Displays stetig. Obendrein wird für Autofahrer
die Möglichkeit bestehen, Armatureninstrumente gemäß der jeweiligen
Präferenzen selbst abzustimmen.
Erst auf der diesjährigen Cebit hatte das Heinrich Hertz Institut der Frauenhofer Gesellschaft http://www.hhi.fraunhofer.de ein revolutionäres Autodisplay präsentiert .
Dieses 3D-Cockpit-Display basiert auf dem autostereoskopischen Display
Free2C. Der 3D-Effekt wird bei autostereoskopischen Displays durch eine
optische Täuschung erreicht. Zudem sorgen hier zwei auf Kopf und Augen
gerichtete Kameras für eine Anpassung der Grafik an die jeweilige
Position des Fahrers. All das soll ein intuitiveres, schnelleres
Aufnehmen der dargestellten Information ermöglichen und die
Benutzerfreundlichkeit erhöhen.
Solcherart 3D-Displays könnten eine sinnvolle Ergänzung zu Nvidias
Entwicklung sein. Vorwiegend sollen jedoch moderne
Fahrzeugassistenzsysteme in kritischen Situationen unterstützt werden.
"Features wie ein Spurenassistent oder eine regelbare Abstandskontrolle
erfordern Einstellungen und liefern wichtige Informationen, die nur
schwer in analoge Zeigeinstrumente ausgelagert werden können", gibt
Gulden zu bedenken. Es werde voraussichtlich eine lange Übergangszeit
geben, in denen analoge und digitale Zeigeinstrumente weiter
miteinander verschmelzen. Es gebe aber eindeutige Anzeichen, dass ein
rein digitales Display auf lange Sicht unumgänglich sein wird, so
Gulden abschließend.
Quelle: PRESSETEXT
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